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In einem Dialog mit Joseph Matar, Maler von grosser Berühmtheit, hat Andrée Thoumy, Dichter, das Wesentliche von seinem Vortrag über Kunst und über seine künstlerischen Erfahrungen zusammengesammelt, und er präsentiert es uns, vermischt mit seiner persönlichen Ansicht über das Werk des Malers.

Mit seinen erfahrenen Händen bearbeitet Joseph Matar sein Werk mit Licht. Geschöpft aus den Quellen eines intensiven spirituellen Abenteuers und aus einer einzigartigen künslerischen Erfahrung, gestalten seine rosafarbenen, grünen, blauen und goldenen Zwischentöne die Mandel- und Olivenbäume, überfluten die Meeresweiten, breiten sich schnell über die ausgiebige Ernte aus und bringen die Garben, die die Hände der Ährenleserinnen umschliessen, zum Schimmern.

Uns aus der banalen Realität herausreissend, schleudert uns der Maler in ein durch diesen farbigen Dialog umgewandeltes Universum, in eine Welt, die aus seinem Innern, aus diesem Kosmos, der jeder Mensch in sich trägt, hervorsprudelt. Das materielle, wie auch das spirituelle Werk des Künstlers, eine Universalsprache, die durch unsere Augen erfasst, und durch unsere Seelen begriffen wird, eben dieses Werk symbolisiert die vereinigende Bande der Menschheit. Sein „Wort“ ist diese träge Masse, der er Leben und Ausdruck verleiht. Unter der Einwirkung von Farbe und Licht, nimmt diese symbolischen Wert in der Verständigung zwischen den Sterblichen an. Durch sie wendet er sich an alle. Wie eine Verbindung zwischen den Menschen, fliesst seine Sprache wie ein Fluss ab, wie das Licht des Himmels, wie ein Strom der Liebe, dieses lebensnotwendigen Seiles, das den Menschen zu Gott erhebt und Gott sich über die Menschheit beugen lässt.

Durch sein Werk liefert der Künstler dem Menschen Ende des 20.Jahrhunderts, Gefangener in seinem Werk aus Beton und Stahl - ein sowohl tragischer, als auch faszinierender Zustand - den befreienden Gärstoff, um diese Menschheit wieder herzustellen, diese Menschheit, irregeleitet in ihrer ausschliesslich menschlichen Dimension, welche das Rätsel seiner Seele darstellt.

Mit der Menschheit zum Abendmahle gehend, nicht nur stromabwärts, sondern auch stromaufwärts, so begegnet der Künstler seinen spirituellen Meistern, von Raphaël über R.Bâcon bis hin zu R. Steiner. Es ist beim Hören des Sonnenlobgesanges von St. François, beim Erleben des Mysteriums von Golgatha, der Divine Comédie von Dante und jeglicher Prüfung, die die Seele beim Erleben dieses gleichzeitig sterblichen, wie auch göttlichen Dramas erduldet, dass für ihn die Realitäten dieser Welt wegen ihren reichen Werten bersten.

Sein Werk reflektiert spirituelle Ursprünge und in der Tat auch einen Vermittler zwischen dem Sterblichen und dem Göttlichen. Durch seine Welt des Lichtes strebt Joseph Matar das Geheiligte, das Göttliche an, er versucht den ursprünglichen Geist zu treffen. Seine Vision der Welt ist religiöser Art, seine Kommunion mit dem Universum ist ganzheitlich, dem materiellen und spirituellen Universum, dem des Körpers und der Seele, dem der Zeit und des Raumes, dieser inneren Zeit, die die Formen vermenschlicht.

Eine privilegierte Stellung unter seinen Zeitgenossen innehaltend, erhaben in der spezifisch sterblichen Hierarchie, eine Art schwärmerischer, phantasievoller Messias, schwankt der Künstler unermüdlich zwischen Gott und den Menschen. Ist er nun Gott oder den Sterblichen näher? Durch seine Klarheit, seinen Scharfsinn, sein Erfindungsvermögen, ist er sicherlich von allen Menschen den Sterblichen am nächsten. Als Träger des Lichtes ist er ohne Zweifel Gott am nächsten. Seine Leinwände sind eine Inkarnation seiner Gedankenwelt, seines Geistes, seiner inneren Zeit, die die Formen vergeistigt und sie in einer reichen, strukturierten und strahlenden Masse unsterblich macht. Wenn er seine Gedankenwelt in Reichweite der Sterblichen bringt, dann ist dies, um sie einem Jenseits der Gedankenwelt näher zu bringen. Personen und Formen quellen aus der Farbe hervor und bevölkern sein geheimnisvolles Universum, Ausdruck der Seele des Künstlers.
Sein Universum ist das der Schönheit, der Wahrheit, der Freiheit und der Liebe. Joseph Matar hat sehr wohl begriffen, was Goethe meinte, als er sagte, dass die Schönheit den Himmel Gottes und die Erde der Menschen vereinigt, und auf der Reise ins Wunderland verbindet er seine Identität mit der des Universums. Sein Werk, das dem Blick keine leeren Hoffnungen macht, erweckt die Gefühle und richtet sich an die Gedanken.

Der Maler gibt auch vor, ein Leuchtturm der führt zu sein, ein Leuchtturm der erleuchtet und der den Schatten, der ihn umgibt, zerstreut. Als Bote des Lichtes, bewegt sich der Künstler dem Lichte der Wahrheit zu, um seine universellen, kosmischen und menschlichen Gedanken auszudrücken.

In ihm fügt der ewige Beginn - jeden Tag wieder auflebend, sich entwickelnd und fortschreitend, nie innehaltend – das ewige Ende dem Bild des Lebens in Bewegung zu, dem Bild der fortlaufenden Zeit, dem der immer wiederkehrenden Jahreszeiten, dem der Natur, die wiedergebärt und sich endlos erneuert. Der Künstler, dieser Schöpfergeist, wiederholt sich nie.

Seine warmen, zarten und kräftigen Farben verraten seine Sehnsucht zu leben und zu lieben. Seine Vielfalt und seine Themen übermitteln seinen Wissensdurst. Aber, jenseits des Ausdruckes seiner Selbst, ist der Künstler durch seine Leinwände auch ein Meister, einer der unterrichtet: die Farbenzauberei, materialisiert, durchsichtig, überempfindlich, erweckt und orientiert unsere Phantasie, vom angeborenen Chaos bis hin zur Kenntnis des Raumes, der die Stütze des Werkes ist.
Als „Schöpfer“ hat er alle Fähigkeiten, die Form in der Materie zu erwecken.

Wenn er auch das Hochgefühl des befruchtenden Gedankens kennt, erlebt er auch die Angst, die jegliche Schöpfung begleitet. Materielle und spirituelle Stürme, wo ein Wind des Umsturzes bläst, eine apokalyptische Feuersbrunst wütet, die die Geburt eines neuen Werkes ankündigt, eines Werkes, einzig, neuartig, original, ausgezeichnet durch das Siegel der Kunst.

Eine zuverlässige Technik, eine lange Lehrzeit, ein ernstliches Gepäck, dessen er behauptet, es sei ein Gepäck aus Gold, aus Weisheit, ein ausgezeichnetes Talent, all dies macht aus seinen Leinwänden den Fruchtboden, auf den er seine Seele leert, neue Realitäten schöpfend. Seinen reinen Farben mischt er jenes Element der Seele und des Geistes bei, das sein Werk mit der vielseitigen Umgebung verbindet, wie eine magnetische Nadel, die sich nur in eine einzige Richtung, nämlich in die des göttlichen und spirituellen Nordens, bewegt. Seine Formen mit ihren manchmal unentschlossenen Konturen bewirken, dass unser Blick von einem Hell-Dunkel zum anderen, von einer Masse zur anderen, von einem Volumen zum benachbarten, gleitet. Ein geheimnisvolles Spiel für diesen Meister der Übergänge!

Joseph Matar nimmt an, dass der Künstler Träger des Lichtes ist. Er ist eben nicht nur ein „Plünderer“ des Lichtes: die funkelnde Unendlichkeit, die leuchtenden Strahlen, die aus Gottes Auge strömen, das helle Licht seines Gewissens, das Licht der Wahrheit, das einhüllende Licht, das uns mit jeglicher Schöpfung vereint, alle inneren und äusseren Lichter laufen in ihm zusammen, um ein „Ich im Lichte“ herzustellen. Also schwimmt er auf den Strahlen dahin, dieses himmlische und planetarische Wasser, er betrinkt sich mit Licht, durchbricht die Materie, um auf jene Welt zu treffen, in der der Geist glänzt, wo die Lichtdecken die Schöpfung von Leben und Fruchtbarkeit überschwemmen.

Während dem ganzen Dialog mit dem Maler sprudelt ein Bild hervor und bestätigt sich: Jeder Künstler ist ein Vermittler der Liebe. Die kosmischen Kräfte bersten in allen Künsten, von der Malerei über die Dichtkunst bis hin zur Musik. Der Künstler durchbricht die Sterblichen, um einen allgemein gültigen, kosmischen und sterblichen Gedanken auszudrücken. Darin besteht die zentrale Idee, die Idee der Einheitlichkeit, die die verstreuten Fragmente verbindet und das Leben des Werkes beschützt. Was der Maler uns mit seiner Kunst ebenfalls mitteilt: im Menschen gibt es mehr als nur Menschliches; wir tragen in uns diesen göttlichen Keim, der den Menschen ausmacht, ein unsichtbarer Faden verbindet uns mit der Göttlichkeit. Möge es dem Himmel so gefallen, dass dieser Faden nicht reisst!

Für weitere Informationen betreffend den Künstler, Maler und Poeten,
Joseph Matar, mögen Sie die Französische oder Englische Sektion besuchen.


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